Belém do Pará

 HOME

 24 Std. Geschäfte

 Apotheken

 Ärzte

 Ausflüge

 Banken & Wechsel

 Bars

 Círio de Nazaré

 Fotos

 Fluggesellschaften

 Flughafen

 Flüge / Reisen

 Geschichte

 Geografie

 Hotels

 Krankenhäuser

 Konsulate

 Kunsthandwerk

 Museen

 Motels

 Nacht Klubs

 Rent a Car

 Reisebüros

 Restaurants

 Shopping

 Souvenirs

 Sport

 Stadtplan

 Strände

 Telefonnummern

 Theater

 Transport
Belém von A - Z
CÍRIO DE NOSSA SENHORA DE NAZARÉ
Basilika
Belém do Pará
Berlinde
Feuerwerk
Der Gabenwagen
Die Legende
Hymne des Círio
Jungfrau von Nazareth
Kathedrale
Kordel
Pará
Prozession
Spielzeuge des Círio
Typische Gerichte
Wunder
Das Bildnis der Jungfrau vor der KathedraleDie Prozession des "Círio de Nossa Senhora de Nazaré" in Belém, Bundesstat Pará ist eine der grössten Glaubensmanifestationen der katholischen Welt. Es ist der 2. Sonntag im Oktober, ein kleines Bildnis der Jungfrau von Nazareth wird von der Kathedrale Beléms hin zur Basilika der "Nossa Senhora de Nazaré" transportiert. Die Strecke von 5 km Länge verläuft durch die wichtigsten Strassen der Stadt.

Hundertausende Gläubige begleiten das Heiligenbild. Eine größere Menschenmenge steht am Rande der Strassen, um die Berlinde mit dem Bildnis vorbeifahren zu sehen.

Über eine Million Menschen, vereint im Glauben an die Jungrau. Dieses Phänomen wiederholt sich nun schon seit seit über 200 Jahren. Eine Demonstration des starken Glaubens der Bevölkerung an ihre Schutzpatronin. Mehr als das: eine Demonstration der Kultur eines Volkes.

"Cirio de Nazaré" beschäftigt über Monate hinaus die Bevölkerung Beléms und anderer Regionen.

Círio ist nicht nur eine Prozession, es ist ein Fest das zwei Wochen dauert und für die Einwohner Parás sogar wichtiger ist, als das Weihnachtsfest.

Am Tag vor der Círio-Prozession (Samstag) wird während des Vormittags die Flussprozession von Icoaraci ausgehend durchgeführt. Hunderte von grösseren und kleineren Booten und Schiffen begleiten das Schiff, das die Figur der Heiligen für alle sichtbar während der Prozession beherbergt. Alle Schiffe und Boote sind farbenprächtig geschmückt und die Fahrt wird mit Sirenen und Feuerwerk begleitet.

Jahrmarkt zum CírioIn der Woche vor dem Círio kommen die Pilger aus allen Richtungen der Region und anderen Teilen des Landes, in Belém an, mit dem Boot, Schiff, per Auto, Bus oder Flugzeug. Viele bringen die Zutaten für das traditionelle Mittagessen zum Círio "Maniçoba com pato no tucupí" (Maniçoba mit Ente in Tucupí - siehe unter Geografie) mit. Alles typische Produkte der Region: Ente, Maniokblätter, Maniokmehl, Jambú (Blätter eines Wildgrasses), Tucupí (Saft der Maniokwurzel), exotische Namen, die das brasilianischste aller Banketts ausmachen. Bankett der Götter, indianische Götter Amazoniens.

Die Verehrung der "Nossa Senhora de Nazaré"stammt aus den Anfangszeiten der portugiesischen Kolonialisierung. In Belém nahm sie im 18. Jahrhundert eine grössere Form an. Auslöser war ein einfacher Mann, namens Plácido, der in seinem eigenen Haus einen Hausaltar zu Ehren der Jungfrau errichtete. Die Verehrung des Plácido zog andere Gläubige an, Geschichten von Wundern machten ihre Runde, die Legende des Bildnisses wurde geboren und mit dem Tod Plácidos wurde eine kleine Wallfahrtskapelle errichtet.

Der Governeur der Provinz Gross-Pará und Rio Negro, Dom Francisco de Souza Coutinho machte sich dieser Verehrung des Volkes zu eigen und befahl die Durchführung eines grossen Festes, zusammen mit einer Messe für regionale Erzeugnisse, gleich in der Nähe der Kapelle. Das Bildnis der "Nossa Senhora de Nazaré "wurde zum Regierungsplast gebracht und von dort in einer grossen Prozession wieder zurückgeführt.

Am 8. September 1793 fand die erste Prozession, mit dem ganzen Pomp ihrer Epoche, statt. Es war das erste "Círio ", das sich nun ab diesem Zeitpunkt zu einem markanten Element in der Kultur Parás und Amazoniens entwickelte.

BELÉM DO PARÁ
Hauptstadt des Bundesstaates Pará. Wurde am 12. Januar 1616 durch den portugiesischen Kapitän Francisco Caldeira de Castelo Branco gegründet. Er errichtete an dem Ort an dem sich jetzt Belém befindet eine Festung (Forte do Presépio) und nannte das eroberte Gebiet: "Glückliches Lusitanien " (Feliz Lusitânia). Belém liegt an der Guajará Bucht und hat über eine Million Einwohner.
Anfang

PARÁ
Brasilianischer Bundesstaat im extremen Norden des Landes gelegen, Ostamazonien. Die Grenzen im Norden sind:
Bundesstaat Amapá, Suriname, Franz. Guyana;
im Nordwesten:
Rep. of Guyana, Bundesstaat Roraima;
im Westen:
Bundesstaat Amazonas;
im Osten:
Bundesstaaten Maranhão und Tocantins; im Nordosten: der Atlantik.
Pará hat eine Fläche von 1.253.164,5 km2 und eine Bevölkerung von über 5 Millionen Einwohnern.
Anfang

JUNGFRAU VON NAZARETH ( VIRGEM DE NAZARÉ )
Die Verehrung der Jungfrau von Nazareth stammt innerhalb der portugiesischen Kultur aus den Anfangszeiten des Christentums. Verstärkt wurde diese Verehrung durch den portugiesischen Adligen Fuas Roupinho, der behauptete mit der Hilfe der Heiligen vor dem Tode gerettet worden zu sein. Die Verehrung der Heiligen kam mit den ersten Jesuiten nach Brasilien. In Pará war die Stadt Vigía der Ausgangspunkt der Verbreitung.

Die Belinda mit der JungfrauEin einfacher Mann namens Plácido José de Souza, der am Stadtrande Beléms wohnte, wurde der Urheber der Verehrung in Belém.

Im Jahre 1700 soll er ein Bildnis der Heiligen am Rande des Murutucu-Flusses gefunden haben. Die Verehrung durch Plácido zog andere Gläubige an und wurde zur Legende. An der Stelle, wo das Bildnis gefunden wurde, errichtete man eine Wallfahrtskapelle.

93 Jahre später veranstaltete man die erste grosse Prozession zu Ehren der Heiligen. Im Laufe der folgenden 200 Jahre wurde dieser Kult zu einem markanten Punkt in der Kultur der Bewohner Parás.

Einer der am meisten verwendeten weiblichen Namen ist der Name der Jungfrau Nazaré. Die religiösen Aktivitäten zum Círio beginnen schon im September mit der Abhaltung einer Messe (Missa do Mandato), in der alle Katholiken dazu angehalten werden den Ruhm der Mutter Jesu zu verkünden.

Bis zum Sonntag des Círio im Oktober (2. Sonntag im Oktober, jäehrlich) werden Nachbildungen des Bildnisses der Heiligen von Haus zu Haus gebracht, damit dann gemeinschaftliche gebetet und der Rosenkranz gesprochen werden kann, alles zum Ruhme der Heiligen.

Nazaré ist der Name von Menschen, Strassen, eines Stadtteils, von Schulen, Produkten, Geschäften, Krankenhäusern. Diese starke Verbindung mit der Heiligen macht das " Cirio de Nazaré" zu einem der ausdrucksstärksten Veranstaltungen der Katholiken in der Welt.

Selbst derjenige der einen anderen Glauben hat, spürt die Mystik, die in den Strassen herrscht, durch die die Prozession verläuft.
Anfang

BASILIKA
Die Basilika "Nossa Senhora de Nazaré "wurde anfang dieses Jahrhunderts an der gleichen Stelle errichtet, an der sich die Die Kathedrale bei Nachterste Kapelle befand, in der Plácido das gefundene Bildnis der Heiligen aufbewahrte.

Der Governeur Dom Francisco de Souza Coutinho, dergleiche, der die erste Prozession zu Ehren der Jungfrau abhalten liess, befahl den Bau einer besseren Kirche, um die Gläubigen, deren Anzahl stetig anstieg, unterbringen zu können. Dies war im Jahre 1799. Ein halbes Jahrhundert später begann der Bau der neuen Kirche (1852). Eingeweiht wurde sie 1881. Der Grundstein zur jetztigen Basilika wurde am 24. Oktober 1909 gelegt.
Anfang

TYPISCHE GERICHTE
Von allen regionalen Küchen Brasiliens erhielt die Küche Parás den stärksten Einfluss durch die indianische Kultur. Das Gericht "Pato no Tucupi" (Ente in Tucupí) ist ein Beispiel der Kochkünste dieser primitiven Einwohner Brasiliens. TUCUPÍ ist eine gelbliche Flüssigkeit, in die die gebraten Ente, schon zerteilt, hineingegeben wird. Tucupí ist nichts weniger als ein starkes Gift, dessen wichtigste Komponente die Blausäure ist. Tucupí ist der Saft der Maniokwurzel, Rückstand der Maniokmehlfabrikation. Unbehandelt (im Rohzustand) tötet es sofort. Erst durch langes Kochen verliert es seine giftige Wirkung und verwandelt sich in eine kulinarische Köstlichkeit. Die MANIÇOBA stammt auch von der Manioka, aber hier werden nur die durchgedrehten Blätter der Pflanze benutzt, die tagelang ohne Unterbrechung gekocht werden. Das Ergebnis ist eine grüne Masse (dem Grünkohl ähnlich), mit einem exotischen Anblick, aber im Geschmack von seinen Anhängern sehr gepriesen.

Zum Mittagessen des Círio-Festes dürfen auch nicht fehlen:
Krebsfleisch, dekoriert in der eigenen Schale, Pirarucú ( regionale Fischart), getrocknet und gesalzen, dann in den verschiedensten Arten zubereitet, und andere Köstlichkeiten der Kultur der Amazonasregion.
Anfang

KATHEDRALE
Die erste Kapelle für den katholischen Kult wurde in der Festung des Presépio errichtet. Wenige Jahre später war die Kapelle in Ruinen. Da entschied man sich dazu auf dem Platz vor der Festung eines schönere Kirche zu errichten. Da die Kirche aus Holz und Stroh gebaut wurde, hielt sie nicht lange, das neue Gebäude wurde aber auch aus dem gleichen Baumaterial hergestellt.

Am 13. November 1720 wurde das Bistum von Pará gegründet. Der König von Portugal Dom João V verordnete, dass an der gleichen Stelle eine Kathedrale in aller Herrlichkeit errichtet werden solle. 1748 wurde der Grundstein des jetzigen Bauwerkes gelegt. Am 8. September 1771 war das Werk vollendet.
Anfang

DER GABENWAGEN
Dieser Wagen wurde im Jahre 1805 auf Wunsch der portugiesischen Königin Dona Maria I mit in den Umzug aufgenommen. Damit wurde an das erste Wunder der Jungrau von Nazaré errinnert: die Errettung des Adligen Dom Fuas Roupinho vor dem Tode durch den Absturz in einen Abgrund.

In diesen Wagen werden die Gaben der Gläubigen und Pilger gegeben, dafür das ihnen durch Einwirkung der Heiligen, Gutes widerfahren sei: Nachbildungen von Häusern, die sie bekommen haben, von Schiffen oder Booten bei Rettung aus Seenot, und Teile des menschlichen Körpers bei Heilung von Krankheiten.
Anfang

SPIELZEUGE DES CÍRIO
Zum Círio gibt es ganz spezielle Spielzeuge, die unbedingter Bestandteil der Festlichkeiten sind. Es handelt sich hierbei um Schlangen, Vögel, Schiffe, Karussells, Puppen, alles hergestellt aus einem speziellen Palmholz: "Mauritia Vinifera". Angemalt werden die Spielzeuge in den grellen Farben Amazoniens. Die Spielzeuge werden in Belém und anderen Städten Parás hergestellt. Der grösste Teil stammt aber aus Abaetetuba. Die Ankunft der Spielzeuge wurde zu einem Ritual für viele Einwohner Beléms. Am Samstag vor dem Círio kommen die Boote mit den Erzeugnissen an und die Verkäufer versammeln sich am Lago do Carmo im ersten Stadtteil Beléms, Cidade Velha.
Anfang

KORDEL
Eine der ersten Änderungen der Prozession des Círio war die Einbeziehung der Kordel. In den ersten Prozessionen wurde das Bildnis der Heiligen im Schosse des Bischofs, der in einem von Büffeln gezogenen Wagen sass, transportiert.

1866 fuhr sich dieser Wagen fest und es wurde die Hilfe der Bevoelkerung benötigt um mit der Hilfe einer Kordel den Wagen wieder frei zu bekommen. Seit 1868 ist die Kordel ein Bestandteil der Prozession. Später wurde sie dazu benutzt um die Berlinde von der Menschenmenge zu trennen.

Das grösste Opfer fuer einen Gläubigen ist es den Círio an der Kordel festhaltend zu begleiten. Frauen auf einer, Männer auf der anderen Seite, barfuss, alle halten sich mit einer Hand an der Kordel fest, wo, es wenig Platz für die vielen Menschen gibt, sie treten sich, werden fortgerissen, und das während der ganzen Prozession. Am Ende, mit Blasen an Händen und Füssen versehen sind sie die glücklichsten und dankbarsten Gläubigen, weil sie ihr Versprechen, den Círio an der Kordel zu begleiten, eingehalten haben.

Die Kordel war schon immer ein sehr polemischer Punkt. Es gab immer welche, die sie wegen der grossen Anstrengungen für die Gläubigen, abschaffen wollten. 1926 wurde auf Anordnung des Archebischofs von Belém Dom Irineu Joffily die Mitführung der Kordel der Prozession verboten. Damit kam es zum dem turbulentesten Círio der Geschichte. Nur durch das Einschreiten der Polizei wurde die Durchführung des Verbotes gewährleistet. Bis 1931 blieb es dabei, trotz der stetigen Proteste der Bevölkerung und der Presse.

1931 wurde Magalhães Barata als Interventor in Pará von der Bundesregierung eingesetzt. Er setzte sich dafüer ein, das die Kordel wieder zugelassen wurde. Seitdem gibt es immer jemanden der sie wieder verbieten lassen will, aber jeweils ohne Erfolg.
Anfang

BERLINDE
Seit dem Jahre 1822 ist die Berlinde als Teil der Prozession, mit dabei. Aber erst seit 1855 wird in ihr das Heiligenbildnis transportiert. Bis dahin befand sie sich am Ende der Prozession, während das Bildnis der Heiligen im Schosse des Bischofs transportiert wurde.
Anfang

HYMNE DES CÍRIO
Die ofizielle Hymne zum Círio wurde durch Poeten Euclides Farias (aus Maranhão) im Jahre 1909 komponiert. "Ihr seit so schön wie eine Lilie" wurde zum untrennbaren Bestandteil des Festlichkieten. Die Hymne wird von der ganzen Bevölkerung auch ausserhalb der Círio - Festlichkeiten gesungen.
Anfang

FEUERWERK
Die Überführung des Bildnisses der Heiligen von der Schule "Gentil Bittencourt"( wo die Kopie des Bildnisses, das die Prozession begleitet, das ganze Jahr über bleibt. Das Original bleibt permanent in der Basilika), wird durch ein Feuerwerk gegrüsst. Während der Prozession brennen die Verkäufer des Ver-O-Peso-Markts und die Hafenarbeiter von Belém ein Feuerwerk, wenn die Berlinde vorbeikommt, ab.

Auch zum Abschluss der Festlichkeiten gibt es am letzten Tage (2. Sonntag nach dem Círio) um Mitternacht ein grosses Feuerwerk.
Anfang

WUNDER
Unzählige Wunder werden der "Virgem de Nazaré"der "Jungfrau aus Nazareth" zugesprochen. Das erste Wunder wurde in Portugal durch den Adligen Dom Fuas Roupinho erlebt, dessen Pferd auf einen tiefen Abgrund zulief. Er wusste nicht weiter und weil er den Tod vor Augen sah, rief er die Heilige an. Nach dem Ausrufen des Namens der Heiligen hielt das Pferd abruppt kurz vor dem Abgrund an. Somit wurde er vor dem sicheren Tod gerettet. Ein anderes Wunder widerfuhr im Jahre 1846 den Passagieren des portugiesischen Schiffes Sào João Batista, das Belém am 11. Juli in Richtung Lissabon verlassen hatte. Tage später ging das Schiff unter, und die Passagiere wurde durch ein Boot gerettet, das sie dann zurück nach Belém brachte. Das Schiff hatte Jahre zuvor das Bildnis der Heiligen, zur Restauration nach Lissabon gebracht. Das Boot das die Passagiere rettete, war damals benutzt worden, um das Bildnis zum dem auf Reede vor Belém liegenden Schiff zu bringen. Seit dem Jahre 1885 nimmt das Boot nun an der Prozession teil.
Anfang

DIE LEGENDE
In Pará ist die Verehrung der Jungfrau Bestandteil der Legende. Plácido, der Vorbote des Kultes soll am Fluss Murucutu ein kleines Bildnis aus Holz der Jungfrau von Nazareth gefunden haben. Da er sich dachte, das ein Gläubiger aus der Stadt Vigía das Bildnis dort vergessen hatte, nahm er es mit nach Hause. Am nächsten Tage fand er es nicht mehr vor, es war zurück an das Flussufer gegangen. Ein neuer Versuch und das gleiche Ergebnis. Daraufhin wurde das kleine Bild in die Kapelle des Gouverneurpalastes der Provinz gebracht und bewacht. Am Morgen war es nicht mehr da, es war wieder an den Fluss zurückgekehrt. Um dem Wunsch der Heiligen zu gehorchen, wurde am Flussufer eine Wallfahrtkapelle gebaut. So begann die Wallfahrt zu diesem Ort und die Zuwendung des Volkes von Pará zur Jungfrau von Nazaré.
Anfang

PROZESSION
Die erste Prozession der "Nossa Senhora de Nazaré" wurde am Nachmittag des 8. September 1793 durchgeführt. In der Nacht zuvor war das Bildnis der Heiligen von der Wallfahrtskapelle an der "Estrada do Utinga", hin zum Regierungspalast gebracht worden.

Später wurde das Datum der Prozession auf den 2. Sonntag im Oktober verlegt.

Nun beschreitet die Prozession wieder den gleichen Weg wie vor 200 Jahren: Vom Regierungspalast (heute: Palácio Lauro Sodré) wird die Heilige zur Basilika "Nossa Senhora de Nazaré "( an der gleichen Stelle wo sich die Wallfahrtskapelle befand) gebracht.

Die erste Prozession wurde von der ganzen in der Stadt befindlichen Truppe begleitet. Die Herren auf den besten Pferden, die Damen in Kutschen und das gemeine Volk zu Fuss um den Wagen herum, der das Bildnis der Heiligen transportierte. Das Bildnis wurde im Schosse des Kaplans und des Provinzgouverneurs Dom Francisco de Souza Coutinho, jener in Galauniform, transportiert.

Kleine Nachbildungen der SchiffeDom Francisco hatte diese Huldigung der Heiligen organisiert. Damit begründete er die grösste religiöse Manifestation im Staate Pará und eine der beeindruckendsten Demonstrationen religiösen Glaubens der Katholiken. Mit der Zeit wurden verschiedene Änderungen an der Prozession vorgenommen, wie die Teilnahme des Gabenwagens, des Bootes und der Kordel. Schon in diesem Jahrhundert komponierte der Poet Euclides Farias (aus dem Staate Maranhão) die Hymne "Ihr seit so schön wie eine Lilie". Sie wurde die offizielle Hymne des Círio und heute wo immer sie gesungen wird, denkt man an die Prozession.

Zum ersten Círio kamen Menschen aus der ganzen Umgebung von Belém, vorallendingen wegen der Messe, die der Gouverneur um die Wallfahrtskapelle herum abhielten liess. Hier wurden regionale Erzeugnisse und Produkte verkauft. In den über 200 Jahren in denen nun schon der Círio de Nazaré stattfindet erhöht sich jedes Jahr die Teilnehmerzahl. Heutzutage rechnet man mit mehr als eine Million Menschen, die auf die Strasse gehen, um die Heilige zu begleiten.
Anfang

Bernd Kielmann
Fotos: Governo do Estado / Paratur
Alles für die Reise
Fotos:
Dilermando Cabral jr.
© by Medien-Info.com / BK Webdesign 2001